AIV Magdeburg besichtigt die neue Niedrigwasserschleuse im Magdeburger Hafen

Zur Schaffung ganzjährig ausreichender Wasserstände im Rothenseer Verbindungskanal und den anschließenden Häfen, unabhängig von Elbniedrigwasserperioden wurde im südlichen Abschnitt des Rothenseer Verbindungskanals zur Elbe eine Schleuse gebaut, die nur bei niedrigen Elbwasserständen betrieben wird und bei höheren Elbwasserständen zur freien Durchfahrt offen steht. Mit Hilfe eines Pumpwerkes wird der Wasserstand im Rothenseer Verbindungskanal bei Elbniedrigwasser so reguliert, dass die Schiffe dort in Zukunft ganzjährig mit voller Tauchtiefe verkehren können. Es ist vorgesehen, den Wasserstand zwischen NN + 39,60 m und NN + 39,80 m zu linken, d. h. der Kanal wird in Zukunft mindestens 4 m Wassertiefe haben.

 
Am 3. Juni 2008 wurde der Grundstein für die Schleuse gelegt. Die Gesamtkosten werden mit 45 Mio. Euro beziffert.
Der gesamte Bau erfolgte unter Aufrechterhaltung des Schiffsverkehrs im Rothenseer Verbindungskanal. Wenn die Schleuse in Betrieb genommen wird, was noch in diesem Jahr erfolgt, wird die Steuerung per Fernwirkung von den Schleusen am Wasserstraßenkreuz aus realisiert. Zunächst muss noch eine Testphase absolviert werden, was aber nur bei niedrigen Elbwasserständen möglich ist. Davon wird der Zeitpunkt der endgültigen Inbetriebnahme abhängig sein.

Beim Rundgang am 4. Mai 2013 über die Schleusenanlage, konnten wir alle Betriebsräume besichtigen, die Hubtorantriebe, die Pumpen und die Steuerungsanlagen.
Die überaus interessante Führung mit fachkundigen Erläuterungen von Herrn Preuß, dem leitenden Ingenieur des Wasserstraßenneubauamtes zog uns alle in den Bann und ließ uns das unangenehme Regenwetter vergessen.