Besichtigung Schnöggersburg 18.6.2014

Das Gefechtsübungszentrum nördlich von Magdeburg ist die zentrale Ausbildungseinrichtung des Heeres. Es ist Teil des Truppenübungsplatzes Altmark, der mit einer Fläche von 23.000 Hektar einer der größten Übungsplätze der Bundeswehr ist. Schon während der NS-Herrschaft wurde das Übungsgelände vom Militär genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg probten die sowjetischen Streitkräfte in der Altmark den Kampf, bis 1994 die Bundeswehr das Gelände übernahm.

Schnöggersburg wird eine reale Stadt, mit allem was dazugehört. Auf einer Fläche von rund sechs Quadratkilometern sollen insgesamt 520 Gebäude samt Straßen und Kanalisation entstehen. Es wird eine Altstadt, eine Neustadt und eine Industriestadt mit Bahnhof, Krankenhaus, Hochhäusern und Fabriken geben. Geplant sind außerdem ein Stück U-Bahn, ein Autobahnteilstück und eine Flughafen-Landebahn. Auch ein Elendsviertel ist vorgesehen.

Die vorbereitenden Arbeiten sind bereits angelaufen, Die künftigen Bauflächen werden geräumt und nach Munitionsresten abgesucht. Mit den Tiefbauarbeiten ist begonnen worden Wir konnten die Baustelle selbst nicht sehen, weil dort bereits holländische Truppen zu Übungen anwesend waren. Jedoch wurde uns an einer PP-Präsentation ein genaues Bild übermittelt.


"Schnöggersburg" wird nur einen Teil des riesigen Übungsgeländes ausmachen. Nach seiner Vollendung wird das Gefechtsübungszentrum nach Darstellung der Bundeswehr dann der modernste Truppenübungsplatz Europas sein. Mit scharfer Munition wird dort nicht mehr geschossen. Die Soldaten üben stattdessen mit Laser-Duell-Simulatoren, die Treffer und Bewegungen werden sofort technisch ausgewertet. Für die fiktiv erschossenen Soldaten ist jedoch die Gefechtsübung nicht zu Ende. Sie werden in anderer Funktion wieder eingesetzt. Das alles wurde uns von Oberstleutnant Makowski an den Originalgeräten erläutert.

Heinz Karl Prottengeier