AIV-Magdeburg besichtigt die Baustelle
des künftigen Dommuseums

Am 5.8.2017 gab Herr Schneider - Technischer Leiter der Wobau 15 AIV - Mitgliedern einen sehr informativen und spannenden Einblick in das vorhandene Gebäude in dem das Ottonianum künftig seinen Platz finden wird.



Es begann mit Informationen wie in den Jahren 1921 bis 1923 die sicherste Bank Deutschlands gebaut wurde, die sie dann 80 Jahre lang wirklich blieb. Es wurden z.B. eine "manuelle Pfahlgründung" aus Mauerwerkspfeilern bis auf den Domfelsen ausgeführt, die Wände der beiden Kellergeschosse aus je zwei 50 cm starken Wänden mit einem dazwischen befindlichen Kontrollgang gebildet und durch ein einfaches, geniales nutzen der Physik die Frischluft in den Kellergeschossen garantiert, sodass sie als Tresore mit offenen Regalen genutzt werden konnten, ohne dass jemals Schimmel entstanden ist oder die Einbruchsicherheit reduziert wurde. So wurden auch Betriebskosten minimiert.


Die Wobau schafft mit der Investition von ca.10 Mio. jetzt eine Verbindung des Domes mit dem Kulturhistorischen Museums. Das Gebäude liegt aber mit 15 Grad Abweichung in dieser Achse. Darum werden alle Ausstellungsobjekte um 15 Grad zur Gebäudeachse gedreht. Das bringt eine besondere Spannung für museale Erscheinungsbild.

Ein wesentlicher Teil der Investition wird durch die hohen Anforderungen an das Raumklima für die kostbaren und empfindlichen Exponate aufgewandt. Der Umfang der notwendigen Haustechnik ist so enorm, dass noch ein zusätzlicher externer Raum benötigt wird, damit das Raumklima auch bei höchster Luftfeuchtigkeit und über 30 Grad Außentemperatur stabil bleibt. Eine weitere Herausforderung stellt der Brandschutz in Verbindung mit der Gewährleistung der Einbruchssicherheit dar. So sind alle Fenster nicht zu öffnen. Nach Abschluss der Bauarbeiten benötigt die Haustechnik noch ca. 6 Monate bis das Raumklima konstant den Anforderungen gerecht wird.



Mit dem Ausbau der Obergeschosse für die Verwaltung der Wobau soll dem attraktiven Standort entsprochen werden. Höhepunkt wird dann auch ein Veranstaltungsraum mit direkten Blick auf die Westfassade des Domes sein, der auch für andere Nutzer verfügbar sein wird.



Die Teilnehmer zeigten sich überzeugt, dass so mit dem Ottonianum für unsere Stadt ein wirksames touristisches Anziehungsobjekt entstehen wird.


Albin Simon